Gutes Ergebnis in schwierigen Zeiten

Generalversammlung am 18.11.2020

Volksbank Limbach berichtet über das Geschäftsjahr 2019

Limbach. Zu einer der aktuellen Situation geschuldeten, ungewöhnlichen Generalversammlung hatte die Volksbank Limbach eingeladen. Vorstand Klaus Scholl begrüßte in der Sporthalle in Limbach auch im Namen seines an Grippe erkrankten Kollegen Werner Speth die Anwesenden Mitglieder und Gäste, unter ihnen den Bürgermeister der Gemeinde Limbach Thorsten Weber, Bürgermeister Jens Wittmann aus Fahrenbach und vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband Verbandsprüfer Matthias Strigl und Ehrenvorstandsvorsitzende Edith Weber.

Gerne hätte die Bank ihre Generalversammlung wie in den Vorjahren mit ansprechender Dekoration, Musik, Bewirtung, Ehrung langjähriger Mitglieder und Rahmenprogramm abgehalten. Umso mehr, da die Volksbank Limbach 120 Jahre alt geworden ist, so Klaus Scholl.
Vorstand Klaus Scholl informierte über die Entwicklung der Bank und ging dabei auch auf die unverändert schwierigen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der weiterhin andauernden Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank ein. Das klassische Geschäftsmodell einer regional tätigen Bank sei dadurch quasi in Frage gestellt. Hinzu komme eine weiter ausufernde Regulatorik und immer neue Vorschriften, sowohl aufsichtsrechtlich als auch von Seiten des Verbraucherschutzes. Dennoch sei man bei der Volksbank Limbach mit dem Geschäftsjahr 2019 und dem Ergebnis zufrieden.

Zum Jahresende 2019 agierten noch 839 selbständige Volks- und Raiffeisenbanken am Markt, fast 300 Banken weniger als noch vor 10 Jahren. Die Volksbank Limbach belegt hier, gemessen an der Bilanzsumme, den Rang Nr. 792.  Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich um 6,9 % auf 83,8 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen konnten um 6,1 % auf 66 Millionen Euro gesteigert werden. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2020 fort. Sehr erfreulich entwickelte sich das außerbilanzielle Einlagenvolumen. Es stieg um 10,5 % auf 53,6 Millionen Euro. Die Steigerungsrate des Kreditvolumens betrug 4,2 % und beläuft sich nun auf 51,7 Millionen Euro. Die wichtigste Komponente der Ertragslage ist der Zinsüberschuss. Die Zinsspanne liegt bei der Volksbank Limbach leicht über dem Durchschnitt der Baden-Württembergischen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Zufrieden zeigte sich Klaus Scholl auch mit dem erreichten Provisionsüberschuss, der mit 0,78 % der durchschnittlichen Bilanzsumme wieder deutlich über dem Verbandsschnitt lag. Die Bank erwarte in Zukunft, besser gesagt benötigt die Bank Provisionsüberschüsse in ähnlicher Höhe, so Klaus Scholl. Der Verwaltungsaufwand in 2019 war gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Betriebsergebnis nach Steuern, also die Größe die zu Stärkung des Eigenkapitals und zur Dividendenzahlung genutzt werden kann, beträgt für das Geschäftsjahr 2019 TEUR 580. Mit diesem Ergebnis zeigte sich der Vorstand unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen zufrieden. Es ermöglicht der Bank eine weitere Dotierung der Rücklagen zur Stärkung des Eigenkapitals. Die Volksbank Limbach erfüllt auch hier alle aufsichtsrechtlichen Kriterien und ist für die Zukunft gut aufgestellt. Die Bank folgt der dringenden Empfehlung der Europäischen Zentralbank in Übereinstimmung mit allen europäischen Aufsichtsbehörden aufgrund der Pandemie keine Dividende auszuschütten. Diese Empfehlung galt aufgrund der Pandemie bis Oktober 2020. An dieser Empfehlung hält die BaFin weiterhin fest. Von Vorstand und Aufsichtsrat wurde deshalb vorgeschlagen den Betrag, der ursprünglich für die geplante Dividendenausschüttung vorgesehen war, auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Beschlüsse über die Genehmigung des Jahresabschlusses und über die Verwendung des Reingewinns erfolgten einstimmig.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Bruno Stipp berichtete über die Tätigkeit des Gremiums, über die immer komplexer werdenden Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung. Weiterhin verkündete er eine anstehende Veränderung im Vorstand der Bank. Werner Speth wird zum 30.04.2021 nach 30-jähriger Vorstandstätigkeit für die Bank in die Passivphase der Altersteilzeit eintreten. Ihm folgt zum 01.05.2021der bisherige Prokurist Christian Bopp in den Vorstand. Damit sind die Weichen für eine weiterhin selbständige Volksbank Limbach gestellt.

Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde von Bürgermeister Thorsten Weber durchgeführt, die einstimmig erfolgte. Er hob in seinen Grußworten die Bedeutung der Volksbank Limbach für das Ort hervor und bedankte sich für die Spenden von jeweils 5.000,00 Euro für die Grundschule und für die Schule am Schlossplatz. In den Aufsichtsrat einstimmig wiedergewählt wurden Bruno Stipp und Helmut Rausch. Normalerweise würde an dieser Stelle die Ehrung der langjährigen Mitglieder folgen, so Klaus Scholl. Den zu ehrenden Mitgliedern für 25, 40, 50, 60 und sogar 65-jährige Mitgliedschaft wurde jedoch ein Präsent postalisch auf den Weg gebracht. Für 40 Jahre wurde geehrt: Dieter Albert (Krumbach), Roland Bangert (Krumbach), Otto Bauer (Laudenberg),  Friedbert Bauer (Balsbach), Günter Becker (Limbach), Ekkehard Hanel (Ettlingen), Klaus Heck (Trienz), Bruno Münch (Limbach), Uwe Noe (Krumbach), Herbert Noe (Robern),  Wolfgang Schnetz (Scheringen), Peter Trumpfheller (Waldbrunn). Für 50 Jahre: Günter Baumann (Krumbach), Roland Benig (Krumbach), Heinrich Herkert (Limbach), Peter Hocke (Limbach), Johan Keler (Krumbach), Leonore Kirschenlohr (Trienz), Karl-Friedrich Schulz (Trienz), Karl Schüssler (Scheringen), Erwin Throm (Balsbach). Für 60 Jahre: Anton Schulz (Limbach). Für 65 Jahre: Magdalena Weber (Limbach). Klaus Scholl bedankte sich zum Schluss beim Hausherren Bürgermeister Thorsten Weber und den beiden Hausmeistern Markus Herkert und Bernhard Puppan für die tatkräftige Unterstützung.